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Ertragsteuerliche Beurteilung von Aufwendungen für die Anschaffung eines BHKW

Pressemitteilungen

Ertragsteuerliche Beurteilung von Aufwendungen für die Anschaffung eines BHKW

In einem bisher noch nicht veröffentlichen Schreiben des Ministeriums der Finanzen des Landes Brandenburg vom 17. Juli 2015 soll entgegen der bisherigen Verwaltungsauffassung ein BHKW nicht mehr wie bisher als selbständig bewegliches Wirtschaftsgut, sondern als wesentlicher Bestandteil des Gebäudes behandelt werden. Es würde dadurch also in das Gebäude „übergehen“. Eine wesentliche Folge wäre die Änderung der Nutzungsdauer von 10 auf 40 bzw. in den meisten Fällen auf 50 Jahre.

Für die Beteiligung „Blockheizkraftwerke Deutschland 3“ hat der Beschluss der obersten Finanzbehörden keine Auswirkungen, da für BHKW die unmittelbar dem Gewerbe dienen eine Ausnahme gemacht wird. Die BHKW der Beteiligungsgesellschaft werden insofern weiterhin als externe Betriebsvorrichtung qualifiziert.

Wir haben diesen Sachverhalt zusätzlich durch unsere Rechtsberater von Norton Rose Fulbright abschließend prüfen lassen und stellen Ihnen auf Wunsch deren Stellungnahme gern zur Verfügung.

Der Beschluss der obersten Finanzbehörden und der Länder führt zu einem klaren Wettbewerbsvorteil für die externe Energieversorgung wie bei der Beteiligung „Blockheizkraftwerke Deutschland 3“ gegenüber Eigenversorgern. Inwieweit sich dadurch für die Beteiligungsgesellschaft sogar zusätzliche Projektmöglichkeiten ergeben, bleibt allerdings abzuwarten, da der Vertrauensschutz in dem Maße gilt, dass die o.g. Regelungen erst für 2016 greifen.